NFL Serie Sportsblog

Sonntag ist Super Bowl

Nächsten Sonntag ist Super Bowl… Für Amerikaner ist das wie Weihnachten und Ostern zusammen: Sport, Konsum, Show. Und das alles zuhause in der warmen Stube. Trainerhosen, eine Tüte Popcorn und ein bequemes Sofa, mehr braucht ein Ami nicht, um diesen grössten aller Einzelsportevents zu geniessen. Wie aber geht „Super Bowl-Schauen“ in der Schweiz? Hier ein paar Tipps:

Repetiere die Grundregeln und suche dir ein Team aus

Am besten liest du einfach Part 2 unserer Serie „In fünf Wochen zum NFL-Fan“. Nach dieser Lektüre bist du fit für den Super Bowl und riskierst nicht, deine Kollegen mit unnötigen Fragen zu ärgern. Auch mit dem Team kannst du es dir einfach machen. Welche US-Serie ist dir lieber, Denver Clan oder Grey’s Anatomy? Übrigens… es spielen die Denver Broncos gegen die Seattle Seahawks. In New Jersey.

Zelebriere den Kulturimperialismus

Stan „the Man“ Wawrinka, Didier Defago und Lara Gut haben unserem (Sport-) Patriotismus letztes Wochenende wunderbar geschmeichelt. Gönnen wir ihm doch eine Pause… Hamburger statt Bratwurst, Ben&Jerry’s statt Mövenpick, Budweiser statt Feldschlösschen, amerikanische Kommentatoren statt Sasha Rufer.

Geh vorher schlafen

Der Super Bowl beginnt um 0.30 Uhr, Montag morgen. Eine blöde Zeit, zu spät um aufzubleiben, zu früh um ins Bett zu gehen. Mein Tipp: leg dich ruhig vorher hin. Was willst du denn an einem Sonntagabend bis halb 1 tun? Fernsehen tust du schon von 0.30 bis 4 Uhr. Und mitten in der Nacht aufstehen gehört sowieso zum Football-Erlebnis eines Schweizers. Es ist wunderbar gemütlich, verschlafen in den Bademantel zu schlüpfen, ein Mokka-Joghurt aus dem Kühlschrank zu holen und es sich vor dem Fernseher bequem zu machen.

Frage nie: „Und wer ist schon wieder dieser Peyton Irgendwas?“

Es macht nichts, wenn du nicht weisst, was ein Fullback tut und was eine Pass Interference ist. Es ist auch nicht so schlimm, wenn dir die Namen Eric Decker oder Russell Wilson nichts sagen. Aber Peyton Manning musst du kennen. Der Quarterback der Denver Broncos stellte dieses Jahr ein paar NFL-Rekorde auf. Er ist eine lebende Legende, seinen Platz in der Hall of Fame hat er auf sicher.

Mensch ärgere dich nicht

Super Bowl ist Amerika in Reinkultur. Da wird die Nationalhymne von Kalibern wie Beyancé Knowles oder Alicia Keys gesungen, vor dem Spiel fliegen Kampfjets übers Stadion und es wird mindestens ein Kriegsheld gefeiert. Auch das Spiel und seine Fernsehübertragung sind amerikanisch. Wir Zuschauer sitzen im Durchschnitt etwas mehr als drei Stunden vor dem Kasten, richtige „Game Action“ erleben wir während 11 Minuten. Dazwischen gibt’s Spannungsaufbau, Replay, Show und Werbung. Ärgere dich nicht, sondern:

Geniesse die Show(s)

Blättert man durch die Schweizer Presse, ist der Sport etwa das viert wichtigste beim Super Bowl. Vorher kommen die Halbzeitshow, die Werbeclips und die Cheerleader. Die Halbzeitshow hat schon Skandale wie „Nipplegate“ hervorgebracht. Bruno Mars und die Red Hot Chilli Peppers werden dieses Jahr wohl züchtiger auftreten als Janet Jackson vor zehn Jahren. Die Werbung gehört zum besten und teuersten, was es in der Werbebranche gibt… bei uns werden aber wohl nur Nutella- und Ariel-Clips zu sehen sein. Dafür dürfen wir uns auf die eine oder andere Einblendung der Cheerleader freuen. Beide Teams bringen ihre Girls mit nach New Jersey. Vor drei Jahren war das anders, Blick berichtete: „Steelers und Packers reisen ohne weibliche Unterstützung an“.

Simon Stalder

Brauchte auf einer USA-Rundreise mal schnell ein paar kurze Hosen… und ist seither völlig irrationaler Fan der Chicago Bears...! Grösster Erfolg als Fan: YB Schweizer Meister 1986. Grösstes Ereignis als Fan: Chicago Bears vs. Tampa Bay Buccaneers im Londoner Wembley. Grösster Erfolg als Sportler: Finisher GP Bern 2013.

Schreib einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Top